Stilmittel (#7)

Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie “Schreibstil”. Quellen und Inhaltsverzeichnis findest du im ersten Beitrag.

Dies ist der letzte Beitrag der Artikelserie. Es geht um den Einsatz von Stilmitteln.
Stilmittel werden vom Autor bewusst eingesetzt und sollen eine Wirkung beim Leser erzielen. Der Satzbau unterscheidet sich vom Herkömmlichen. Ziele variieren – somit muss man schauen, welches Mittelchen das Richtige ist.

Stilmittel kann man einteilen in
* Sprachfiguren (bspw. Umformulierungen)
* Gedankenfiguren (bspw. Metaphern)

oder in
* bildhafte Figuren (bspw. Wort durch ein bildlichen Ausdruck ersetzen)
* Satz- und Wortfiguren (bspw. originelle Verbindung der Wörter)
* Klangfiguren (bspw. besonderer Klang bei den Wörtern)
* Sonstige Figuren

In der Wikipedia gibt es eine Liste von Stilmitteln.
Eine weitere ist bei Andreas Müller zu finden.

Was sagt der Wolf Schneider dazu?

Eine kraftvolle, passende Sentenz kann ein sinnvoller Beginn („Der Mensch ist frei geboren und liegt doch überall in Ketten.“ Rousseau, Du contract social) sein. Zu einem anderen Zeitpunkt ist ihr Einsatz ebenso möglich.

Beim Einsatz vonIronie gilt Vorsicht – sie darf nicht missverstanden werden.
Verwende keine abgegriffenen Metaphern. Versuche ein altes Bild zu intensivieren oder einen neuen Blick darauf zu werfen.

Ja, dann ist für mich die Artikelserie “Schreibstil” zu Ende.
Zusammenfassend bin ich sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich bin aufmerksamer für die Sprache in meiner Umwelt geworden. Egal ob in Zeitungen, Büchern,Blogs oder im Fernsehen – es ist schön zu lauschen und zu vermuten, was sich der Autor dabei gedacht hat. Da werden sogar Reden interessant.
Des weiteren ist es mir wichtig, dass mein Wissen irgendwann, irgendjemandem was bringt. Da hoffe ich jetzt, den Leser mit meinen Texten nicht frühzeitig zu verjagen. Hoffentlich werde ich bald auch treffsicherer sprechen können.
Ich habe nebenbei auch geübt und dabei kam ein Artikel in einem Online-Magazin heraus.
Hier geht es zu meinem Artikel bei DrWeb und bei Nils im Blog gab es auch schon Links auf meine Taten.
Ja, für mich war es eine gelungene Serie – Wie fandest du die Serie?

Schreiben heißt werben (#6)

Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie “Schreibstil”. Quellen und Inhaltsverzeichnis findest du im ersten Beitrag.

Dieser Text soll dir Infos geben, wie du den Leser einfängst.
Knackig starten und beschreiben, was alles kommt.
Was ist bei Melodie, Farbe, Inhalt und Rhythmus zu beachten?

Wie schon im Vorgängerartikel angerissen – man nimmt mit den Satzzeichen Einfluss auf Melodie und Rhythmus. Verwende den Punkt seltener und nimm auch andere Zeichen, um deine Sätze zu reihen. Beim Punkt sinkt die Stimme, beim Fragezeichen und Komma bleibt sie oben. Der Doppelpunkt eignet sich auch für die Verbindung zweier Sätze, verwende aber nicht mehr als einen pro Absatz. Mit einem Semikolon kannst du einen schwebenden Schluss kennzeichnen: Spiel damit herum, und in den Text kommt Musik.

Besteht ein Wort aus relativ vielen Vokalen wird der Text farbig. Das E ist dabei der blasseste Vokal.

Zur Meldodie:
abcdEfg – 1,2,3,4,5!,6,7 … ; wir empfinden einen Text der auf der fünften Silbe betont ist als angenehm.

Satzbau (#5)

Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie “Schreibstil”. Quellen und Inhaltsverzeichnis findest du im ersten Beitrag.

Der Nebensatz ist für Betrachtungen, der Hauptsatz für Handlungen. Drücke also keine Hauptsachen in Nebensätzen aus. Das tragende Hauptwort und das zugehörige Verb sollten möglichst weit vorne platziert werden. Das Verb rutscht oft ans Ende eines Satzes – dies ist schlecht für das Verständnis.
Wir müssen also das Verb von hinten nach vorne bekommen.

Folgende Lösungen könnten passen:
* einen Nebensatz anhängen
* längere Umstandsangaben (ich habe in vielen Ländern gelebt, unter anderem in …)
* Partizipialsätze ( Die Schriftstellerin, in Posen geboren,…)
* Verb hinters erste Aufzählungsglied ( Magda besuchte nicht nur Roman, sondern auch…)

Die 3 Sekunden-Regel
Unser Kopf kann immer nur einen Gedanken durchführen.
Schneider nimmt ein Bild, welches auf unterschiedliche Weise interpretiert werden kann. Kennt man einmal beide Bedeutungen, wird das Gehirn nach etwa 3 Sekunden umschalten.

Wenn du folgendes Bild ansiehst solltest du ein Dreieck sehen. Wenn du einmal beide erkannt hast, sollte deine Wahrnehmung nach 3 Sekunden wechseln. Man kann also nicht länger als 3 Sekunden einen bestimmten Gedanken fassen.

Wikipedia-Kanizsa-Dreieck

Folglich ist es schlecht in einem Satz mehrere Sprünge zu haben oder lange Sätze zu schreiben.
Die Satzlänge sollte etwa 5 bis 15 Wörter betragen. Wörter sind verschieden lang, daher diese Spannweite.

Das Subjekt-Prädikat-Objekt Schema führt zur Monotonie und somit wird der Text langweilig. Reiht man die Hauptsätze nicht mit Punkte aneinander, wird dies anders: Strichpunkt, Komma, Semikolon, Doppelpunkt, Gedankenstrich – alles ist erlaubt. Beim Punkt senkt man seine Stimme, und beim Komma bleibt sie oben.

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