Merlin Mann und David Allen: Productive talk #7, #8

Dieser Beitrag befasst sich mit den Folgen #7 und #8 des Gesprächs zwischen David Allen und Merlin Mann. Folgende Artikel greifen die Folgen #1-#6 auf:
Artikel 1
Artikel 2
Artikel 3

 

#7 Implementing / Einführung von GTD

Was ist wichtig bei der Ein- und erfolgreichen Fortführung des Systems ?

David braucht in seinen Coachings etwa 2 Tage zur Implementierung. Das Lesen des Buches ist eine Alternative. Einen allersten Eindruck zu GTD erhält man bei der Wikipedia.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen dem GTD-Prozess und dem abgeschlossenen individuell zugeschnittenen System.
Erreicht ein Benutzer dieses System,besitzt er laut Allen den Schwarzen Gürtel der Produktivität (oder in der Produktivität ?!)
Es geht darum, die GTD-Denkweise zu verinnerlichen. Ein Problem wird erfasst, als Projekt formuliert und die “next action” festgelegt.
Langfristige Ziele geben diesem GTD-Alltag den richtigen Kurs.

Die Wochendurchsicht optmiert die GTD-Denkweise. Folglich sparen intensive Durchsichten langfristig Zeit. Durchschnittlich dauert es etwa 2 Jahre, bis diese Denkart verinnerlicht ist. David weist darauf hin, bei der Durchsicht seine langfristigen Ziele durchzusehen und ggf. neu zu vereinbaren.

Man muss sich fortlaufend mit der Materie beschäftigen und sollte sich zur Prozessoptimierung mit anderen GTDlern austauschen.
Wie in jedem Podcast wird auf in diesem Zusammenhang auf GTD-Connect verwiesen. Ich empfehle als kostenlose Alternative das deutschsprachige GTD-Forum. Als Student kann ich mir GTD-Connect nicht leisten und somit auch nicht beurteilen.

Es passiert schnell aus dem System zu fallen. Es geht aber genau so schnell wieder hinein zu hüpfen.
Hinsetzen, Sammeln, Organisieren….wie bei der Einführung.

Das Buch soll mindestens 2 mal gelesen werden. Beim zweiten Durchgang einige Monate später, wird man weitere Erkenntnisse aufschnappen.
Es ist verständlich, dass der Leser beim ersten Durchgang andere Punkte wahrnimmt.
Der zweite Durchgang bleibt Davids Erfahrung nach oft auf der Strecke. Viele führen GTD ein, spüren Verbesserungen, aber verschenken das Potential eines ganzheitlichen, vorrausschenden Systems.

#8 GTD 2.0

Merlin wollte natürlich auch einige neue Erkenntnisse von David herausholen und stelle zwei interessante Fragen:
Was muss im 2001 erschienen Buch verändert werden?

Nichts! – sagt David.
Obwohl die Herausgeber gerne weitere Bücher vom Bestseller-Autor hätten, hat er nicht vor, an diesem etwas zu ändern.

Was kommt als nächstes?
David will herausfinden, was die Ursache ist, dass Menschen GTD einführen, aber nicht bis zur “Black-Belt-Productivity” gelangen.
Das System der Flughöhen wird oft missverstanden und folglich wird dieses Thema den Kern eines weiteren Buches von David bilden.
Mit GTD-Connect soll eine Plattform zur Vernetzung von GTDlern geschaffen werden.

Links:
Audiodateien des Interviews bei 43folders
Audiodateien bei odeo

Thread über die Serie im GTD-Forum

Merlin Mann und David Allen: “Productive talk” #0,#1

Merlin Mann von “43 folders” veröffentlicht eine Interviewserie mit David Allen namens “Productive talk”.
Die Interviews sind in Englisch und somit kann es sein, dass ich das ein oder andere falsch verstehe/übersetze/interpretiere – wenn ihr also irgendwas genau wissen wollt, müsst ihr euch die Podcasts schon selber anhören.

Ich werde mir hier einmal mitnotieren was ich aus den jeweiligen Folgen mitnehmen möchte:

#0 Introduction

David nimmt Bezug auf das/sein System GTD.
Die Hauptunterschiede zu anderen Helferlein/Tippsammlungen sind zum einen, dass GTD mit einem Sammelvorgang beginnt. Durch das mehrtägige Sammeln wird die Basis geschaffen, am Ende ein zufriedenstellendes System erschaffen und eingerichtet zu haben.

Was hilft einem ein Todo-Listen-Verwalter, bei dem man weiß, dass noch nicht alles auf der Liste steht?!

#1 Procrastination

Als Ursache des “Dinge auf später verschieben”-Syndroms sieht David vor allem 2 Sachverhalte:
- man traut es sich nicht zu
- man hat nicht die nächste physische Aktion definiert und im System durchgereicht
- der outcome ist einem nicht wichtig genug

Zur Vorbeugung des gibt David folgende Tipps:
- andere nützliche Dinge aus dem System erledigen (Alibi-Tätigkeiten befinden sich ja nicht im System)
- “Überlegung zur Entscheidungsfindung” als Aktion deklarieren und die passende Zeit nehmen
- die großen Projekte in ausreichend viele kleine Schritte zerhacken

Einer meiner Professoren meinte mal, dass die Kunst einer großen Arbeit darin liegt, sie in soviele kleine Häppchen zu zerteilen, dass man sich nicht verschluckt.

Interessant fand ich, dass für David das Aufschieben bereits beginnt, wenn irgendwas auf dem Schreibtisch und nicht im Eingang liegt und wenn Aktionen im System nicht komplett durchgeschoben sind.

Am Ende gibt David noch einen Hinweis auf ein kommerzielles Angebot “GTDconnect”.

So far, how do you eat an elephant? one bite at a time!

Hier sind die beiden Podcasts zum Nachhören:

#0 “Introduction”

powered by ODEO

#1 “Procrastination”

powered by ODEO

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