Ziele geschickt auswählen

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Der Beitrag von Steve Pavlina kam wie gerufen. “Setting your primary focus” beschreibt,
wie man seine Ziele für das neue Jahr ausrichten sollte.

Steve nennt eine Liste mit Lebensbereichen. Die Liste ist ein Vorschlag und kann bei jedem anders aussehen:

* Arbeitsleben
* Geld
* Beziehung
* Haus und Familie
* Körper
* Bildung
* Feunde
* Gefühle
* Spiritualität
* Persönlichkeit
* Contribution
* Spaß/Abenteuer

Zuerst bewertest du den Ist-Zustands eines jeden Bereich von 1 (schlecht) bis 10 (sehr gut).

Man stellt die Frage, welcher Bereich die größte Wirkung zur Folge hat -
größte Wirkung, nachdem man seine Ziele für den jeweiligen Bereich formuliert und sich deren Ergebnisse vorgestellt hat.
Steve vermutet, dass es der am niedrigsten bewertete Bereich sein wird: die Bereiche treten in Wechselwirkung, daher kann einer mehrere andere bremsen.

Bei Fähigkeiten und Talenten gibt es die Theorie, seine Stärken anstatt seiner Schwächen zu trainieren ,
bei den Lebensbereiche ist dies wegen des Zusammenspiels wohl anders.

Das Fokussieren schafft also Balance, da man einem hinterher hinkenden Bereich auf die Sprünge hilft.
Setzt du den Fokus nicht selbst, setzt ihn eben ein anderer für dich, sei es der Arbeitgeber, die Freunde oder die Familie.

Jetzt wählt man also seinen Nummer-1-Bereich und schenkt diesem die nötigen Ressourcen.
Man formuliert seine Ziele, setzt die zur Erfolgskontrolle notwendigen Parameter und bestimmt den Weg.

Die anderen Bereiche soll man nicht vernachlässigen, aber man muss sich im Klaren sein, in der Summe nicht zu viele Ressourcen zu vergeben. In einigen Bereichen setzt man bescheidenere Ziele, in anderen versucht man seinen Ist-Zustand zu halten.

Man sollte flexibel bleiben und seinen Fokus abändern, falls dies nötig wird.
Aufgeben und einen neuen Fokus legen, ist damit aber nicht gemeint.
Aus Motivationsgründen kann man seine Vorsätze anderen mitteilen.

Kommentar/Schlüsse:

Zum Artikel:

Meine Freundin und ich hatten den Big5-Persönlichkeitstest zu meiner Person absolviert.
Es war interessant, ihre Wertung zu den Testaussagen zu hören.
Die Aussage, “Macht Pläne und führt sie auch durch” wurde von uns sehr unterschiedlich bewertet.
Beim Gedankenmachen und der Durchsicht meines GTD-Systems musste ich erkennen, dass Sie näher an der Wahrheit lag.

Meines Erachtens ist es wichtig, die (beim Tennis spricht man von) limitierenden Faktoren ausfindig zu machen und zu eleminieren.
Man trägt seine SChwächen ja Tag für Tag mit sich herum und somit muss man sich gut überlegen, welche Mängel sich auf welche Bereiche auswirken.
Es gilt eine Entscheidung zu treffen, welche man akzeptieren und an welchen man arbeiten sollte.

Steve trennt Fähigkeiten und Bereiche – ich sehe das etwas anders. Der Mensch hat doch eine Menge Fähigkeiten; diese wirken auf seine Lebensbereiche. Es ist mir klar, dass ein Schriftsteller kein Physikstudium absolvieren muss – allerdings muss ein guter Logiker wohl Lesen und Schreiben können, um ein guter Mathematiker in unserer Gesellschaft zu werden?!

Auswirkungen auf mein GTD-System:

Vermutlich werde ich die Liste von Steve in meine GTD-Liste “Interessensphären” übernehmen und sie nach Prioritäten sortieren.
Folglich sehe ich bei jedem Rückblick, inwieweit meine akutellen Projekte mit der Liste Interessensphären und somit auch der Fokussierung im Einklang sind.

Die “Irgendwann”-Liste war für mich ein Parkplatz. Dieser Prakplatz ließ mich den Fokus aus den Augen verlieren. Die Items landeten zwar auf im System, wurden aber eben (noch) nicht umgesetzt.
Die Jahresziele auf der Liste Interessensphären stehen wiederum in Kombination mit den längerfristigen Zielen. Diese Ziele liegen bei mir alle irgendwo auf der “Irgendwann”-Liste.

Links:

Steve Pavlina – Setting your primary focus
Blogatelier – Vortrag zur neurolinguistischen Programmierung beir der 14.ADF
Big5-Persönlichkeitstest

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