
Es erschienen bereits zwei Artikel mit den Interviewfolgen
* #0 “Introduction” und #1″Procrastination”
* #2 “Patching leaks”
Dieser Artikel greift die Interviewfolgen #3 bis #6 auf.
#3 Someday Maybe List
#4 Teams
#5 Email
#6 Interruptions
Alle 9 Folgen des Interviews gibt es als Zusammenschnitt bei 43folders.
Ich werde in Kürze die beiden letzten Folgen in einem Artikel aufgreifen.
#3 Someday maybe listMerlin erzählt, dass die Vielleicht/Irgendwann-Liste (VIL) unterschiedlich eingesetzt wird.
Einige setzen auf ihre VIL,
- Projekte und Tätigkeiten bei denen sie jetzt keine Entscheidung treffen wollen/können.
- ihre langfristigen Projekte
- ihre derzeit nicht bearbeitbaren nächsten Schritte
David stellt heraus, dass die VIL nur ein Zulieferer der Projekt-Liste ist. Die VIL sollte jeder so gestalten, dass er sich mit ihr wohlfühlt und das Vertrauen ins System behält.
Ein Stolperstein für das Vertrauen ist das Processing-leak, also der Zeitraum des Elements zwischen Eingangskorb und Kontextliste.
Diese Zeitspanne sollte so gering wie möglich sein und man muss nicht bis zur Wochendurchsicht warten.
Ich bin mit der Umsetzung meiner VIL unzufrieden. Erst hatte ich zu viele Elemente auf der Projektliste.Anschließend hatte ich diese ausgemistet und alles was nicht akut abgearbeitet werden musste, auf die VIL verfrachtet. Jetzt wird die VIL unübersichtlich. Entweder ich lege eine neue Liste sortiert nach Flughöhen an oder ich warte bis gtd-php mir eine derartige Sortierung ermöglicht.
Bei jeder Wochendurchsicht alles abzuklopfen, nervt mich etwas.
#4 Teams
GTD funktioniert für mich, aber wie effizient wäre eine Arbeitsgruppe, wenn alle auf diese Weise organisiert wären?
Es stellt sich die Frage, wie man die anderen dazu bekommt, sich einmal mit GTD zu beschäftigen.
David sagt, dass es für die Führungskraft sehr einfach ist, den Mitarbeitern erfolgreiche Bewältigungsstrategien abzufordern.
Wenn die Führugnskraft alles im Blick hat, wissen die Kollegen, dass diese auch alles im Blick haben müssen. Andernfalls werden sie irgendwann erinnert.
Man muss GTD vorleben und jeden Tag dessen Funktionanlität beweisen. Wenn die anderen sehen, dass die “Stress-Free-Productivity” klappt, werden sie sich informieren.
Meiner Erfahrung nach ist es ein schwieriges Unterfangen, andere zu GTD zu bringen. Eine Ursache war, dass ich das System erst eingeführt hatte als ich an meiner jetzigen Arbeitsstelle begann. Es lief noch nicht so wirklich rund.
Einerseits war es erschreckend zu sehen, wieviel ohne abgeschlossenes System unter den Schreibtisch fällt. Andererseits sehe ich, dass GTD am neuen Arbeitsplatz keine Lücken ließ. Nach 6 Monaten bearbeite ich nun beim Ausklingen meines Praxissemesterns Aufgaben aus dem ersten Monat ab.
Es wurde von den meisten in Frage gestellt, dass ein abgeschlossenes System überhaupt existieren könne und der Mangel des eigenen Tuns als unabdingbar hingenommen.
#5 EmailDavid rät Emails genau wie “konventionelle” Notizen zu behandeln.
Egal mit welcher Taktik man die Emails durcharbeitet, am Ende müssen alle gelesen bzw. in den Müll verfrachtet worden sein.
Ich fordere niemand auf ein Nerd zu werden, aber der Umgang mit seinem Email-Programm sollte sitzen. Derzeit habe ich einen Gmail-Account und durch die Vergabe von Labeln bin ich ganz gut sortiert.
Wenn jemand eine Einladung haben will, einfach eine Mail an mich.
#6 Interruptions
Laut David sollte man sich von Unterbrechungen nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Menschen, die keine Unterbrechungen mögen, haben nur kein System, was den Umgang mit diesen ermöglicht.
Wird man unterbrochen, sollte man sich eine kurze Notiz anlegen und in die Inbox knallen.
Arbeitet man längere Zeit an einer Tätigkeit und will keinesfalls gestört werden, sollte man sich abschotten.
Dies kann ein Schild an der Tür ein Fähnchen auf dem Schreibtisch oder ein roter Hut sein.
Dem kann ich nicht viel hinzufügen. Störungen kosten der Arbeitsgruppe viel Zeit. Auf derartige Ideen, wie das Fähnchen kam ich nicht. Ich bin gespannt, wie die Gruppe darauf reagiert.
Es gibt dazu einen interessanten Artikel in der Zeit zum Thema “Unterbrechungen”.
Andere Blogs die die Compilation aufgreifen:
Durchblickerblog
Toolblog
frankwestphal
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