Archiv der Kategorie 'Sport'

Footbag Circle Contest Worlds 2007

In Florida waren heuer die Weltmeisterschaften im Footbag. Footbag oder Hacky Sack wird derzeit wieder bekannter, da die Werbebranche langsam herumexperimentiert, so gab es einen Werbespot auf Eurosport in welchem Weltmeister Vasek Klouda für eine Schuhfirma wirbt und bei RTL sieht man ihn mit einem Handy kurz vor den Champions League Spielen shredden.

Circle Contest

Eine Disziplin beim Footbag Freestyle besticht durch deren Einfachheit: Circle Contest, das ist ähnlich wie ein Battle und wie das bei der WM aussah kann man hier auf Youtube sehen. Ich sehe hier Vasek zum ersten Mal in einem Battle, da er die letzten Jahre nie beim Circle Contest dabei war. Bei den herkömmlichen Disziplinen Shred 30 und Routines spielen die Shredder choreographierte Serien, diese sind einstudiert und sitzen. Man kann dann nur schwer einschätzen an welchen Tricks der Spieler gerade arbeitet, die er nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 oder 80 Prozent trifft – diese sieht man im Battle! Viel Spaß.

Tennistrainer-Fortbildung Ingolstadt 2007

Am 15. und 16. September fand beim DRC Ingolstadt die Tennis Trainer Fortbildung des Bayerischer Tennisverbands statt. Ich war dort, um meine Lizenz “B-Trainer-Leistungssport” zu verlängern. Es war recht interessant und eine feine Sache, einige bekannte Gesichter aus Bayern wieder zu sehen. Die Vortragsinhalte bestätigten viele meiner bestehenden Ansichten und so werde ich meine Trainingsmodule überarbeiten und erweitern. Hier nun einige Kerninhalte der angebotenen Sessions.

btrainerfortbildung_ingolstadt

Allgemeines und tennisspezifisches Koordinationstraining
Robert Enzingmüller und Robert Licht aus dem Bezirk Mittelfranken, beides B-Trainer zeigten was Koordinationstraining ist und wie man es ins Training einbaut. Im Winter 2004/2005 habe ich ein Koordinations-Modul in Düsseldorf durchgezogen. Dieses acht Stunden umfassende Training überarbeitete ich jetzt und biete es wieder an. Später an anderer Stelle mehr dazu.

Cardio-Tennis
Kathrin Sturm, A-Trainerin, stellte diesen Trend aus den USA vor. Der Trainer als Animateur, der Platz als Parcours, die Musik als Taktgeber – das ist Cardiotennis. Die Teilnehmer gehen schwitzend und ausgelaugt vom Platz und haben verschiedene Muskelgruppen und ihr Herz-Kreislauf-System beansprucht. Anpruchsvoll ist diese Trainingsart auch für den Trainer. Er muss beobachten, mit hoher Frequenz zuspielen und einzelne Übungen so gestalten, dass es keine Pausen gibt und die Übungen teilnehmergerecht sind – das kann bei einer heterogenen Gruppe sehr schwierig sein.

Doppeltraining
Dr. Rainer Wohlmann, A-Trainer, stellte seine Form des Doppeltrainings dar. Er lässt Doppel von der Grundlinie trainieren und legt Wert auf erfolgsorientierte Methoden. So werden Cross-Ralleys, ein langer Return und die Position eines einzelnen Netzspielers trainiert. Dieser eher unkonventionelle Trainingsansatz ist für Einzelspezialisten sinnvoll, erfolgreiche Doppelspieler sollen wie gewohnt ein aggressives Doppel mit dem Ziel den Punkt am Netz zu machen, trainieren. Den Einzelspezialisten fehlen die Vorraussetzungen für diese Art des Spiels und so sollte mit dieser neuen Art des Trainings ein Erfolg für Medenspiele sicher gestellt werden. Ein umfassendes Doppeltraining ist im Trainingsplan dieser Spieler auch einfach nicht vorgesehen – so scheint mir dieser Ansatz sinnvoll.

Trainingsstrukturen moderner Tennisschulen und Vereine
Thomas Apitzsch, A-Trainer, informierte über die Strukturen moderner Tennisschulen und stellte heraus, dass vor allem der fortlaufende Austausch der Trainer untereinander wichtig ist.

Schnelligkeitstraining
Matthias Mischka, Sportstudent und A-Trainer-Anwärter, ging auf Schnelligkeitstraining ein. Als Tennisspieler sind hier besonders schnelle Arme und Beine wichtig, damit eine gewisse Schlaggeschwindigkeit erreicht wird. Des weiteren soll im Training an der Reaktion gearbeitet werden. Im Handout finden sich viele Übungen, die leicht auf andere Trainingsformen anpassbar sind. Das Verhältnis der schnellen Muskelfasern zu den langsamen ist durch die Gene festgelegt. Schnelle kann man langsam machen, umgekehrt ist dies nur schwer möglich. Sicher muss ich da noch mehr nachlesen, falls ich mal ein Trainingsmodul Schnelligkeitstraining zusammen stelle.

Taktiktraining im Kinderbereich
Marco Speckner, Verbandstrainer, zeigte dass Taktiktraining in nahezu jedem Alter möglich ist. Teamspiele fördern hier die Orientierung und auch das Treffen erfolgreicher Entscheidungen. Der Start des Praxisteils begann ohne Schlaggerät, dann kamen Gobabretter zum Einsatz. Dies zeigte eindrucksvoll, dass nur ganz wenigen und jungen Spielern die Vorraussetzungen für das Taktiktraining fehlen.

Psychologie im Match
Thassilo Haun, ehemaliger Profi und A-Trainer-Anwärter, zeigte ein Taktiktraining unter Berücksichtigung psychologischer Komponenten beim Tennis. Klingt etwas komisch, meint vereinfacht: Jeder Spieler kennt die Frage nach dem passierten Doppelfehler im Tiebreak – “Wie konnte das jetzt passieren?” Stellt man solche Drucksituationen im Training bestmöglich nach, reflektiert darauf hin das Verhalten des Spielers, entwickelt dieser für sich erfolgreiche Lösungsstrategien und automatisiert diese für zukünftige heikle Spielsituationen.

Sportverletzungen
Guido Pascal, Physiotherapeut, erzählte am Lehrgangsende über häufige Sportverletzungen im Tennis. Mitgenommen habe ich das Belastungsreaktionen immer aus dem Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit entsteht. Zwickt es, muss die Belastung also reduziert, oder die Belastbarkeit gesteigert werden. Solche Aktionen kann man präventiv oder als Therapie machen. Guido Pascal ging noch kurz auf das Dehnen ein, hier stellte er fest, dass Dehnen zur Muskelverlängerung am effektivsten ist, wenn man einen Muskel 8min am Stück dehnt. Das war mir neu. Bei auftretenden Verletzungen ist die PECH-Technik ratsam: Pause-Eiswasser-Compression-Hochlagern.
Erfreulich für mich als Footbagspieler war, dass besonders auf “Shin Splints” eingegangen wurde. Der Therapeut sicherte zu, dass durch eine Knochenhautmassage nach spätestens vier Sitzungen der stechende Schmerz im Unterbein weg ist. Des Weiteren empfahl er bestimmte Stäbe fürs Wirbelsäulentraining, diese werde ich mir mal anschauen. Übertraining kann man durch eine Pulsmessung vor dem Aufstehen ausfindig machen.

Texx
4.0 ist mein Start-Texx-Wert. Texx steht für Tennisindex und ist ähnlich, wie das Handicap beim Golf. Ich habe gleich mal den Service des DTB getestet und mich dort angemeldet und werde nun auch gleich mal ein paar Spieler hier in Bielefeld suchen und kontaktieren. Bis jetzt gefällt mir das sehr gut, ich hoffe es findet genügend Anklang.

Weiterführende Links
* Knochenhautmassage
* Ruhepuls und Übertraining
* Flexibar-Stab
* Texx – Tennisindex

Ullrich & Co. waren die Besten

“Die bösen Telekomfahrer!” sie haben die Konkurrenz betrogen und sich somit irregulär Vorteile verschafft – diesen Müll hört man an allen Ecken. Schämen müssen sich nur die, die es nicht geahnt haben. Die Überraschten vergleiche ich mit Kneipensportwissenschaftlern, die beim Tor den Ball “mit dem Handtuch” pariert hätten. Armselig ist auch Schäubles Reaktion, der alles prüfen und nach Schuldigen sucht – da sind wir nämlich gut; Schuldige ausfindig und mundtot machen. Man meint das sei die Lösung – dem ist aber nicht so.

Warum soll Jan Ullrich ein Statement abgeben? Team Telekom ist ein Produkt aus den Wünschen der Deutschen. Hätten Sie nicht gedopt, hätte es das Team so nie gegeben. Auf ein Interview mit Dopingforscher Jörg Tolsdorf habe ich im Juli 2006 bereits verlinkt. Zu den Ursachen von Doping sagt er:

“Radsport, Leichtathletik, Schwimmen – letztlich handelt es sich bei jeder Sportart um einen Wettkampf. Und die These meiner Untersuchung war, dass die extreme Konkurrenz des Wettbewerbs maßgeblich dafür verantwortlich für das Dopingverhalten von Athleten ist.”

Beim lokalen Schwimmturnier geht es sauber zu – nur sieht es sich keiner an. Profisportler stehen vor einer existenziellen Frage, bevor sie nachhelfen. Geld gibts nur für die Besten, ist man da nicht dabei, ist es vorbei mit dem Profisportlerleben. Im Training merkt man schnell, wer wie fit ist. Der Drang “alles raus zu holen” fängt schon früher an, nicht erst im Profisport. In der Jugend werden nur die Besten gefördert, bekommen ein passendes Umfeld im Verband oder im Leistungszentrum. Wenn EPO 15% Mehrleistung bringt, bedeutet das eine völlig andere Liga. Die jeweilige Spitze liegt meist viel näher zusammen. Dies erkennt ein Sportler schnell und informiert sich, spätestens wenn sein Vertrag vor der “Nichtverlängerung” steht. Dies kann im Profirennstall sein oder eben bei einer Firmenbeteiligung im Jugendbereich wenn der Sponsor die Reisekosten für die internationale Jugendserie zahlt. Folglich werden viele bereits mit einem funktionierenden Versorgernetz für Dopingmittelchen und Methoden ins Profigeschäft einsteigen. Profisport ist eher wie die Formel1, als ein Zusamenspiel von Mensch und Technik zu sehen. Rolf Aldag und Erik Zabel sagen das Netz der Kontrollen sei löchrig. Will man diese Kontrollen verbessern, muss man die fragen, die sie umgehen konnten.

Epolab
EPO-Anlage – wollen wir Sport ohne Doping?

Die Radfahrer wünschen sich doch am allermeisten, dass alle im Feld sauber fahren – fällt einer tot vom Rad werden alle nachdenklich. Die Mediziner an der Uni Freiburg hat man sofort gefeuert, man wollte laut dem Rektor schnell reagieren – von diesen wird man wohl nicht mehr viel hören, was im Laden schief lief.

Schäuble ist schockiert und prüft alle rechtlichen Schritte; hat man alle Schuldigen ausgemacht, ist das Problem gelöst – denktunser Innenminister. Leider liegt das Problem nicht nur bei den Sportlern und das haben die jetzigen Entscheider nicht erkannt. Es muss gefragtund nicht verurteilt werden und zwar die heutigen aktiven Sportler. Zabel hat es schön gesagt, als er die Doping-Generationen im Radsport erwähnte – erst Amphetamine, dann EPO und derzeit (vielleicht) Blutdoping. Mal schauen, was 2008 alles so kommt. Ich setze auf die fernöstliche Innovationsfähigkeit.

Robert Basic widmet sich ebenfalls diesem Thema und verweist auf eine interessante Artikelserie bei der Wissenswerkstatt: Artikel 1 und 2 sind bereits online, weitere folgen noch

Jonglieren lernen – Video Tutorial

In diesem dreiminütigen Video zeige ich, wie man Jonglieren lernt. “Man” mag hier hochgestochen klingen, aber sind die Anfängerfehler ähnlich und kosten viel Zeit und Mühe. Geht man geschickt vor, stellen sich schnell Erfolge ein. Vielleicht klappt es schon nach 10 Minuten!?

Benötigt werden lediglich drei gleichartige, ballartige Gegenstände; Gemüse geht auch :-). Achtet darauf, dass ihr die Bewegung mit 2 Bällen beherrscht; passt es erstmal mit 2 Bällen, kannst du problemlos einen Dritten dazu nehmen.

Das Video ist mit einer Webcam aufgenommen, daher ist die Qualität mau, das Vorgehen sollte aber dennoch erkennbar sein. Bestenfalls lernt ihr schnell den ersten “Trick” – dieses angenehme Gefühl wird sich unzählige Male wiederholen.

Viel Spaß.

UPDATE:

Falls Probleme mit dem eingebundenen Video auftauchen – ihr könnt mein Video auch unter diesem Link sehen.

UPDATE2:
Da bei mir wiederholt Probleme mit Googles Webalbum und Google Video aufgetacht sind, versuche ich es nun mal mit Youtube:

Start frei für den Footbag-Sommer in Bielefeld

Nachdem ich vor kurzem von Mönchengladbach nach Bielefeld gezogen bin, werde ich in Zukunft öfter in den Parks um Bielefeld spielen, also Oetker-Park oder auf der Sparrenburg und seltener im “Bunten Garten” nahe des Bökelbergs. Die Sessions mit Marc im LaOla-Center sind ebenfalls Geschichte. Alle Interessierte sind herzlich willkommen, wenn Sie die Sportart Footbag/Hacky-Sack mal testen oder mit mir spielen wollen.

An der Uni-Bielefeld wird wieder ein Footbag-Kurs angeboten – montags treffen sich regelmäßig einige Spieler an der Halle in der Nähe der Fachhochschule für Design. Wir wollten vielleicht durch den Sommer noch nen zweiten Termin vereinbaren – man wird sehen; vielleicht bis bald im Oetker-Park.

Da ich noch hier noch nie ein Video von mir gepostet habe, bette ich mal meinen Auftritt bei der DM 2005 in Dortmund ein:

“Four Aces” : Footbag-Freestyle par excellence

Im Blog von Freedomfootbags wurde ich auf das Video “Four Aces” aufmerksam. Das Footbag-Freestyle Video wurde von der TRIO Company aus Kopenhagen in Frankfurt bei der Weltmeisterschaft erstellt.

Die Four Aces setzen sich aus Vasek Klouda (CZ), Felix Zenger (FIN), Jorden Moir (CA) und Honza Weber (CZ) zusammen. Es handelt sich bei den Jungs um die derzeit (wahrscheinlich) besten Freestyler.

Falls du die Vier bei ihren Routines sehen willst, besuche diesen Beitrag.

Inteview zu Doping im Leistungssport mit Sportökonom Frank Tolsdorf

Frank Tolsdorf ist Sportökonom an der Uni Witten/Herdecke.
Er beurteilt den Fall Landis und die generelle Situation von Doping im Leistungssport.

Das Interview führte Dr. Olaf Kaltenborn

Quelle: idw

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