Archiv der Kategorie 'Selbstorganisation'

Aktuelle Probleme und Herausforderungen im Leben

Derzeit lese ich mal wieder ein Buch, das ich so gut finde, dass ich meine “Aha’s” etwas mitnotieren will. Das Buch heißt “7 Habits” von Steven Covey, allerdings wird es keine Inhaltsangabe sondern ich greife einige Gedanken heraus und füge eigene Gedanken ein. Zur Selbstorganisation nutze ich ja das System von David Allen “GTD” und so schau ich nun mal welche Ideen ich einfließen lasse.

Angst und Unsicherheit münden in Risikovermeidung und Unabhängigkeitsstreben

Die Leute haben Angst die Familie nicht mehr ernähren zu können – diese Angst führt zu Risikovermeidung und Unabhängigkeitsstreben, allerdings brauchen wir die bestmöglichen Beziehungen im Beruf um ein gutes Ergebnis zu erzielen und dafür ist es oft nötig, einen Schritt ins Ungewisse zu tun und damit ein Risiko einzugehen, beispielsweise seine Zweifel an einem Plan zu äußern.

Ich will es jetzt Haltung lässt den langfristigen Plan vergessen, bzw hindert die Betroffenen einen zu machen

Wettbewerb zwingt uns heute Einnahmen zu machen, allerdings ist die wichtigere Frage, werde ich mit meinem heutigen Verhalten auch noch sicherstellen, dass ich in einigen Jahren Einnahmen mache. Die notwendige Zeit langfristig zu planen, nehmen sich viele nicht und treten ständig akute Brandherde aus.

Schuld und Opfer suchen statt einen Blick auf sich selbst zu werfen

Geht etwas schief, suchen viele nach Schuldigen und nicht bei sich selbst. Meist ist man aber selbst mitschuld und ist man dies im Einzelfall nicht, trägt man einen Anteil daran, dass man gerade in diesem Umfeld arbeitet und nicht mit kompetenteren Leuten. Sucht man ständig bei den anderen die Fehler, kann es leicht sein, dass man lange im Umfeld bleibt und Resignation und Hoffnungslosigkeit aufkommen.

Mangel bei der Lifebalance führt zu ziellosem Hecheln

Unsere Gesellschaft verlangt mehr zu schaffen und immer schneller und effizienter zu sein. Innerer Frieden wird durch immer mehr und schnelleres Arbeiten wohl nicht erreicht. Das konstante ruhige Schnitzen an seinen langfristigen Zielen und das Leben der selbst entwickelten Leitsätze, führt da meines Erachtens wahrscheinlicher hin.

Was ist für mich drin – Haltung?

Im Zeitalter der Informationsarbeiter gibt es nur noch wenige einzigartige Leistungen, die die Welt verbessern. Die Kunst liegt darin gemeinsam etwas zu schaffen – mit gemeinsamen Respekt für den gemeinsamen Nutzen. Im Umfeld einer selbstbezogenen Arbeitsgruppe werden einem vermutlich nicht mal die anderen einen Erfolg gönnen, dort ein Leben lang zu versauern, hatte ich nicht vor.

Konfliktlösung mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner

Konflikte bringen fast immer Risiko und enden daher im Kompromiss, um des lieben Friedens Willen. Das Ergebnis ist vielleicht schlechter, als die beiden Anfangsvorschläge der Parteien. Das ist traurig, das Ergebnis muss die Messlatte sein und es gibt ein vielversprechendes Konzept, was ich früher schon mal erwähnt habe (siehe Beitrag zum Konfliktmanagement) schon einmal erwähnt habe. Bittet mich jemand mit diesem Konzept in den Ring, kommt bei mir schon mal ein gutes Gefühl auf und meist entwickeln sich auf beiden Seiten eine recht produktive Haltung – und am Ende meist ein gutes Ergebnis; das ist natürlich schwer zu sagen, da ja immer nur eine Lösung umgesetzt wird.

Der Beitrag liest sich etwas, als ob ich die Weisheit mit dem Löffel geschluckt hätte. So ist es natürlich nicht und das oben Getippte ist eher eine “Notiz an mich”.

Begleitete GTD-Einführung

Vergangene Woche begleitete ich zum ersten Mal eine GTD-Einführung. Ich war gespannt wie es klappt, mein Klient kannte nur mich und als guter Freund eben meinen GTD-Alltag, also nicht das Buch zum System. Einiges daraus schien ihm gefallen zu haben und so wollte er nun auch.

Wir telefonierten und ich nahm mir zwei Tage Zeit und besuchte ihn. Am ersten Tag kauften wir das Buch, welches er bereits vorher geordert hatte. Erst ein Kurzvortrag, dann ein einstündiges Gespräch und los gings mit dem großen Kehraus. Erst räumte er ein Eck fürs kommende Archiv frei, dabei schrieben wir schon alle aufkommenden und erkannten offenen Enden auf und nach und nach walzten wir durch die Wohnung. Nachdem im ersten Rundgang das Archiv einräumbar und der Eingangskorb voller Notizzettel war, gingen wir ins Bett.

Am zweiten Tag nahmen wir uns den GTD-Arbeitsfluss vor und nach rund 4 Stunden hatte ich ein sehr gutes Gefühl: mein Klient hatte es verstanden und schleuste die Eingänge auf die korrekte Art und Weise durchs System. Am Ende der verbleibenden Zeit stand ein verblüffter Klient mit Projektmappen und einem GTD- und einem Archivschrank. Wir entschieden uns für eine Zettel+Stift-Umsetzung für die Systemaufzeichnung, da das Internet uns einen Strich durch die Rechnung machte. Als wir mein System durchgingen, erkannte der Klient schnell den Vorteil von GTD-php und einem Wiki zur Wissensarbeit.

Schön war für mich zu sehen, wie aus den GTD-Ideen, also aus den vereinzelten Aha’s und Hm’s langsam ein System wuchs. Man darf sich aber auch nicht täuschen lassen: Wir haben nur einen Bruchteil der offenen Enden erfasst und auch mein Klient war etwas verdattert, als er erkannte, wieviele offene Enden sich in seinem Leben bereits ansammelten. Aber er war auch erleichtert, dass er dies jetzt festgestellt und die notierten Enden “aus dem Kopf” hat.

In jedem wünsch ich dir viel Erfolg und dass du bald strukturiert deine Ziele angehen kannst, lieber Klient ;-)

GTD Coaching Bild Klient 01

Weiterführende Links:
* Wikipedia-Eintrag GTD
* GTD-PHP (Demo)

Blogartikel effizient schreiben

Bloggen kostet Zeit. Es ist schwierig nützliche Beiträge aus der Hüfte zu feuern. Daher halte ich seit einiger Zeit die Augen offen und schaue, was die Profis da so anstellen. Ich gehe auf einige Tools und Tricks vom Problogger Darren Rowse und Steve Pavlina ein.

 

schreibmaschine bearbeitet

Problogger Darren Rowse liefert mir hier am meisten Material. Toll zu sehen, wie er es schafft, so viele Beiträge zu veröffentlichen, dabei hat Darren neben seinem Probloggerblog noch weitere Eisen im Feuer, etwa sein Blognetzwerk B5Media und seinen Digital Photography School Blog.

Problogger Tagesplan
Darren steht auf, frühstückt und sitzt um 08.30 Uhr vor seinem Powerbook. Die erste halbe Stunde filzt er seine Statistiken und loggt sich bei Partnerprogrammen ein. Um neun streift Darren ein bis drei Stunden durch seine Feeds und dabei kopiert er relevante Inhalte gleich ins seinen Blogeditor Ekto. Als Browser nutzt Darren den Newssammler Bloglines und den Safari-Browser oder Firefox. An diesem Tag setzt er sich um 10.00 an sein Email-Postfach, moderiert von dort die Kommentare und sichtet seine von ihm abonnierten Nachrichtenquellen wie beispielsweise GoogleNews. Ab 11 geht Darren samt Notebook und etwas Literatur in sein bevorzugtes Cafe. Dort wird dann geschlürft, geträumt und Mittag gegessen. Während dieser Zeit liest er bevorzugt seine Stats, surft in Foren oder spricht mit Bloggerkumpanen. Von 13.00 bis 15.00 Uhr geht es dann zurück nach Hause, wo ihn seine Feeds erwarten. Es folgt ein einstündiges Mittagsschläfchen und gegen vier kommen Darrens geplante eigene Inhalte dran – das dauert etwa bis 1800. Darren verwandelt sich anschließend mehr oder weniger in einen Familienmenschen. Darren will pro Tag in etwa 25 Beiträge verfassen (Artikel erschien 2004). Früher hatte er teilweise 70 geschrieben. Gegen acht, falls die Familie fernsieht, geht Darren durch seine am Tag verfassten Beiträge und liest diese Korrektur. Dabei überlegt er, wem er wohl über den jeweiligen Beitrag via Email informieren sollte. Gegen 12 gehen dann die Lichter aus im Hause Rowse. Darren betont, dass nicht jeder Tag so aussieht.

Information sammeln
Darren beobachtet rund 500 Feeds. Bei der Struktur seines Bloglines-Kontos hält es Darren einfach: ein paar themenbezogene Ordner; einer wird geöffnet, eine Artikelquelle wird aufgerufen, gelesen und es folgt die nächste. Irgendwelche Multitasktätigkeiten scheinen sowohl nach der GTD-Methode als auch nach einem kürzlich erschienenen Spiegelartikel keinen Sinn zu machen. Immer eins nach dem anderen lautet hier wohl die Devise.

Problogger Wochenplan
Schön und gut – ins Cafe setzen und Zeitung lesen kann ich auch! Wie bereite ich mich nun auf den konkreten Beitrag vor? Darrens Vorbereitung (Beitrag aus dem Jahr 2005) sieht folgendermaßen aus:

  1. Montag morgens werden mögliche Themen überlegt und in einer Textdatei festgehalten
  2. Darren nimmt sich ein Topic, macht ein neues Textfile auf und arbeitet daran weiter. Jeder Post bekommt so ein eigenes Textfile und liegt im Ordner (Beiträge in Bearbeitung)
  3. Darren fast seine Aufzeichnung in einem Satz zusammen, damit er das Textfile gedanklich und inhaltlich zuordnen kann
  4. Jetzt listet er die Kerninhalte in Stichpunkten auf
  5. Darren denkt nun an frühere Beiträge; so erinnert er sich an weitere Einzelheiten und findet Beiträge für interne Links
  6. Abschließend wird das Textfile mit den Topicideen geöffnet und der neue Topic durchläuft Schritt 2 bis 6.
  7. Sind die Posts soweit fertig, überlegt sich Darren in welcher Reihenfolge und wann die Beiträge erscheinen. Jetzt schnappt er sich seinen Montagsbeitrag und beginnt daran zu tippseln
  8. Von den so entstandenen Posts will Darren jeden Tag einen auf Problogger veröffentlichen (Stand 2006)

Die geschilderten Abläufe sind ein Mix aus drei Beiträgen (2004-2007) auf Problogger, daher kann er es jetzt schon ganz anders halten.

Steve Pavlinas Weg zum Blogpost
Steve Pavlina schreibt viel seltener aber auch viel länger. Steve hat einen sehr erfolgreichen Blog rund ums Thema Persönlichkeitsentwicklung. Seine Beiträge erscheinen sehr tiefgründig und durchdacht. Für seine Posts hat er sich eine Schrittfolge überlegt – diese nennt er Microtask-Liste für einen Blogpost:

  1. Ziel festlegen: informieren, überzeugen, beeindrucken oder unterhalten
  2. Eine Liste mit möglichen Themen erstellen oder die Leseranregungen aufgreifen
  3. Ein Thema wählen
  4. Einfach mal runterschreiben ohne groß nachzudenken
  5. Struktur überlegen, wie ich das Thema verständlich rüber bekomme
  6. das Runtergeschriebene danach sortieren
  7. unterstützendes Material, wie Tabellen ausfindig machen und ablegen
  8. den so entstandenen Artikel sichten und auf Ausgeglichenheit prüfen
  9. den Artikel in Absätze einteilen
  10. Unterüberschriften bilden
  11. Einleitung schreiben
  12. Schluss schreiben
  13. Artikel auf Aufbau, Verständlichkeit und Inhalt prüfen
  14. Artikel auf Rechtschreibung prüfen
  15. diverse Überschriften einfallen lassen und abwägen
  16. Einen Titel wählen vielleicht einen anderen Titel für die Suchmaschine
  17. dem Artikel entsprechende Kategorien zuordnen
  18. das Veröffentlichkeitsdatum festlegen
  19. den Artikel veröffentlichen
  20. nach einer gewissen Zeit Feedback und Stats prüfen und einarbeiten

Eigene Entdeckungen

Bis jetzt habe ich noch keine Keywords bei Technorati oder Bloglines abonniert, das werde ich testen. Vermutlich werde ich einmal die Woche bei Mister-Wong drei oder vier Schlagwörter abgrasen.
Ich werde versuchen von Lesern Themenvorschläge zu erhalten. Wer könnte mir bessere Anregungen geben, als meine Leser? Ob das für diesen Blog jemals in Frage kommt, keine Ahnung – die Idee finde ich sehr gut.
Ich werde das Verhalten von Darren mal probieren, mir aber nicht den Druck geben einen Termin fürs Schreiben festzulegen. Dieser Artikel liegt schon lange bei meinen Entwürfen und ich habe bestimmt schon fünfmal daran getippselt. Erst mit dem Erscheinen des letzten Beitrags auf dem Problogger vorgestern, fand ich dass der Artikel nun reif für eine Veröffentlichung ist. Für mich hat sich das bewährt.
Meine Zweifel, ob ich viele unnötige Schritte im Beitragsentwicklungsprozess habe, sind nun weg. Die Microtask-Liste könnte da eine Hilfe sein, wenn ich mal ins Stocken komme.

Weiterführende Links:
* Blogatelier – Bauplan für die Erstellung eines Blogartikels
* Blogatelier – Wie entstehen gute Blogartikel?

* Steve Pavlina – Microtasks
* Problogger – 2005; 2006; 2007;
* Spiegel-Artikel zu Multitasking

Anmerkung: Bild von Pixelio.de

Onlinekurs zum GTD-Start

Getting things done ist ein Selbstorganisationssystem nach einem Buch von David Allen. Dieses Buch haben einige, die ich kenne im Schrank stehen, aber noch nicht gelesen. Für alle, die jetzt in einer kleinen Gruppe und einem Taktgeber mit dem Lesen starten möchten, ist vielleicht das Angebot von Oliver Gassner interessant:

Was?

Eine Mailingliste (Google Group) für den gemeinsamen Durchgang durch das Buch ‘Wie ich die Dinge geregelt kriege’ von David Allen.

Angesetzt auf sieben Wochen (oder schneller, wenn keiner ‘Stopp’ schreit).

Ich spiele den ‘Taktgeber’, beantworte Rückfragen, erkläre Zusammenhänge und stelle so nötig und angefragt weitere Infos zur Verfügung. Ich hab schon ein bisschen was zu GTD angesammelt :-).

Ohne, dass man das Buch oder Hörbuch hat, dürfte das aber nicht klappen. ;-)

Wo?
In einer geschlossenen Google Group (d.h. einer nicht-öffentlichen Mailingliste). Die Mailingliste bliebt danach bestehen und kann zum Austausch genutzt werden.

Wieviel?
Etwas aus meiner Amazon-Wishlist http://www.amazon.de/exec/obidos/wishlist/3QZI8Y8GSKK6F
(gern auch was für meine Kids ;-) )

Für wen?
- Für Leute, die auf GTD neugierig sind
- Für die, die das Buch nochmals durchgehen wollen
- Für die, die das Buch schon haben (das englische geht auch) und nicht durchgekommen sind
- Für alle, die ihre Selbstorganisation auf realistische Beine stellen wollen

Meiner Meinung nach ist der Start von Getting things done das Schwierigste. Es ist schwierig für eine schlecht organisierte Person ein Buch zu lesen, das nicht zwangsweise verordnet ist. Der zweite Schritt der Einführung, der große Kehraus, der rund zwei oder drei Tage dauert ist die nächste Hürde. Dann läuft es eigentlich ganz rund “selbstorganisationstechnisch”. Das System an sich ist einfach, super einfach und es funktioniert.
Als erfahrener GTDler glaube ich, dass dieses System der gesamten Menschheit helfen kann, glaube aber auch, dass der Großteil nicht in der Lage ist, sich jemals irgendein System zu bauen, da für die notwendige Lese- und Startphase in deren Leben leider nie Zeit ist – das ist der Teufelskreis, dem viele nicht entkommen. Oliver Gassner und die GTD-Mailingliste ist vielleicht genau die nötigee Starthilfe für den Anfang.

Kalender klug nutzen

Mit einem geschickt eingesetzten Kalender kannst du dein Alltagstreiben effizienter und entspannender meistern . Entweder als reine Erinnerungshilfe oder als Kernbaustein des eigenen kleinen Selbstorganisationssystems.

Ein Kalender ist wichtig. Auch wenn man keine Termine mag, sollen zwei Menschen etwas gemeinsam machen, empfiehlt sich das Festlegen einer Zeit. Arbeitet man hingegen alleine, ist es vielleicht besser, die Dinge zu erledigen, auf die man gerade Lust hat – die jetzt sozusagen reif sind. Man spricht von Ereignis- und Uhrzeit.

Oft geistern einem Dinge im Kopf, die man bloß nicht vergessen darf oder im Auge behalten möchte. Tu dir den Gefallen und schreib diese irgendwo auf. Damit du diesem Fetzen Papier jetzt vertrauen kannst, musst du noch sicherstellen, dass du ihn regelmäßig liest.

Du könntest beispielsweise einen Kalender zu deinem neuen Freund machen und dort diese Termine eintragen. Jeden morgen wirfst du einen Blick in den Kalender und siehst nach, was für heute ansteht. Du kannst dir auch einmal die Woche einen Termin eintragen, an dem du den Kalender durchsiehst – die letzte und die kommende Woche. Vielleicht musst du ja für einige anstehende Projekte etwas vorbereiten oder dir fiel ein Termin unter den Tisch. Jetzt legst du den Kalender neben den Autoschlüssel oder in die Handtasche – so wirst du ihn nicht vergessen und immer wenn dir ein “Denk da bloß dran”-Gedanke durch den Kopf jagt, greifst du zum Stift und trägst ihn in den Kalender.

Wichtig bei der Kalenderwahl ist das Format – es muss halbwegs übersichtlich sein und du musst ihn immer dabei haben können. Alternativ kannst du dir für den Gedanken zwischendurch auch eine leeres Blatt in den Geldbeutel legen. Als Kalenderfiliale sozusagen. Du erhältst so ein abgeschlossenes System und kannst dich darauf verlassen, dass du an im Kalender stehenden Posten immer erinnert wirst, ohne diese im Kopf behalten zu müssen.

Wir haben bei dieser Methode allerdings den Nachteil, dass der Kalender schnell voll wird, oder dass ein zu großer Kalender hin und wieder zu Hause liegen bleibt. Für den technikaffinen Nutzer sind Online- oder Handykalender vielleicht die Lösung.

Google Kalender
Google Kalender – Online

Nichts desto trotz, ist ein abgeschlossenes System eine Erleichterung – die Termine sind aus dem Kopf und du erhälst ein Feedback, inwieweit du dein auferlegtes Pensum meisterst.

Weiterführende Links:
* Artikel zu Ereignis- und Uhrzeit

Hinweis: Ich empfehle die Selbstorganisation nach dem System “Getting things done” , kurz GTD. Der oben geschilderte Tipp ist so nicht Bestandteil dieses Systems. Er ist lediglich ein Versuch, einen GTD-Baustein herauszugreifen und auf den Alltag von Nicht-GTD-Nutzern umzulegen.

Webmontag im Rockcafe Bielefeld (XP und GTD)

Gestern abend war ich beim Webmontag im Rockcafe Bielefeld. Eike Diestelkamp hielt einen Vortrag über ein Vorgehensmodell in der Softwareentwicklung namens “Extreme Programming” oder kurz XP. Anschließend erzählte ich etwas über den “Kern des Selbstmanagementsystems Getting things done (GTD)”.

Auf meinem ersten Webmontag konnte ich viele Eindrücke sammeln. Nach einem einstündigen netten Schwätzchens mit den anderen Teilnehmern begann Eike mit seinem Vortrag zu XP. Etwas verdutzt war ich ja schon, als Eike von HDNet eine über einstündige Präsentation hielt – der aufgebende Akku senkte dann den Vorhang.

Es war nicht ganz mein Thema, da ich selbst nur etwas prozedural programmieren kann und das objektorientierte Programmierparadigma lediglich in Ansätzen verstehe. Die grundsätzlich andere Herangehensweise von XP klingt aber vielversprechend, damit Kunde und Entwickler effizient ihr Ziel erreichen; obwohl das jeweilige Wissen meist äußerst unterschiedlich ist. Die Geschichten aus dem Agenturalltag, anstehende Probleme und Herangehensweisen fand ich noch interessanter. Danke.

Es folgte mein etwa 15-minütiger Vortrag, der “Kern des Selbstmanagementsystems Getting things done (GTD)”. Ich ging auf die Fragen ein:

  • Was ist GTD?
  • Wie sieht GTD im Alltag aus?
  • Wie bleibt das System aktuell?
  • Wie wird der Kern ganzheitlicher?
  • Was bringts?

Nachdem ich vor Ort nichts aufgezeichnet oder ausgeteilt habe, findet ihr eine nachgesprochene Audioversion meines Vortrages ( Mp3-Dateien; rund 15 Minuten; 7 Teile: Intro | Gliederung | Was ist GTD | GTD-Alltag |GTD-aktuell|GTD-ganzheitlich|GTD-Vorteile). Das im Vortrag gezeigte Bild “Arbeitsflussdiagramm GTD” ist Teil des Wikipedia-Artikels.

Zur Umsetzung gibt es viele Alternativen, von Zettel-Stift, Editor, Outlook, Googlemail, Excel, webbasierten Lösungen oder auch eigene Programme wie GTD-php. Ein williger Topf sollte hier ein Deckelchen finden.

Nach dem Vortrag sollte jeder Ahnung haben, wie das Selbstorganisationssysstem von David Allen in etwa funktioniert und ob er da vielleicht irgendwann einmal mehr erfahren will. Leider hab ich den Vortrag ziemlich verrissen und so blieb auch die von mir erwartete Frage zu möglichen Umsetzungsmöglichkeiten aus.

Nach meinem Vortrag wurde sich weiter ausgetauscht. Gegen 23.00 Uhr setzte ich die Segel – mal schauen, wenn ich am nächsten Termin Zeit habe, komm ich gerne wieder. Danke Stulle für die Organisation des Webmontag Bielefeld.

Arbeitsweise leistungsfreudiger Teams

Der SWR2-Podcast beschäftigt sich damit, wie leistungsfreudige Teams arbeiten und sprechen; welche Anforderungen es für Teams gibt? Es wird herausgestellt, warum Teams Zeit, Konflikte, Rollen und eine gewisse Infrastruktur brauchen, damit am Ende eine gute Leistung heraus kommt.

Zitat eines Daimler-Mitarbeiters (aus dem Podcast-Manuskript):

Aufgaben, Rollen, waren nicht sauber definiert. Erwartungen des Umfelds wurden unterschiedlich interpretiert. Kommunikation innerhalb der Gruppe war schwierig. Und mein Hauptaugenmerk lag darauf, aus diesem heterogenen Haufen eine arbeitsfähige Gruppe zu machen.

Anfangs schildern Mitarbeiter großer Firmen, welche Maßnahmen sie als förderlich erachten.
Positiv wurde empfunden:

  • gemeinsames morgendliches fünfminütiges Kaffeetrinken am Stehpult
  • Chef begrüßt die Mitarbeiter per Handschlag
  • derzeitige Struktur des Amtes soll als Boot gezeichnet werden
  • Outdoor-Training bei der eine alleine unlösbare Aufgabe gemeinsam gemistert wird

Folgende Rollen kommen in Teams vor (Team-Management-Rad von Margerison-McCann):

  • informierter Berater
  • kreativer Innovator
  • entdeckender Promoter
  • auswählender Entwickler
  • zielstrebiger Organisator
  • systematischer Umsetzer
  • kontrollierender Überwacher
  • unterstützender Organisator

Teamarbeit ist eine zusätzliche Belastung – oft ist es angenehmer für eine Person, wenn diese ihren Part machen kann und sich aus Einzelarbeiten das Projekt zusammenführt.
Es wird sich am Ende mit der Architektur von Büroräumen beschäftigt. Großräumbüros mit Kreuzungspunkten und Denkkammern werden empfohlen.
Gegen unerwartete Unterbrechungen schützt ein rotes Ampelmännchen und das Schreien über Tische hinweg ist strengstens verboten.
An den Kreuzungspunkten wird alles besprochen, was wichtig ist, aber zu unwichtig um einen Termin zu vereinbaren.

Meine Meinung:
Der Podcast war sehr interessant, das Modell “Team-Management-Rad” kannte ich nicht, aber es lässt mich jetzt in Gruppendiskussionen (noch) toleranter und entspannter sein – eine Erinnerung an die notwendige Rolle an (mich oder) die Gruppe wird bestimmt Verstimmungen lösen. Das kurze Gespräch am Morgen finde ich sehr gut – an meiner letzten Arbeitsstädte gab es das, nach dem Umzug der Firma allerdings nicht und bald darauf fühlten sich die ersten nicht mehr passend integriert. Wir führten eine gemeinsame Pause ein, für einige, diese hatten ihre Büros nahe am Kommunikationskern der Abteilung, war diese dann eher eine zusätzliche Belastung, die sie von deren Arbeit abhielt. Wichtig ist hier wohl, die Balance zu finden und überhaupt ein Verständnis für alle Beteiligten zu schaffen.
Die Unterbrechungen sind ein interessantes Thema – David Allen behauptet, diese sind in Ordnung, wenn die Selbstorganisation passend darauf reagiert; ja, sogar notwendig, denn es wird nicht ohne Grund etwas mitgeteilt.
Da sehe ich die Verbindung zu den Kreuzungspunkten – ihr Vorteil soll darin liegen, dass gerade einfallendes Anfallendes besprochen wird.
Meines Erachtens sollte das nicht vorkommen – denn wenn man sich nicht zufälligerweise über den Weg liefe, würde es ja unter den Tisch fallen – ich nehme das “irgendwas fällt immer unter den Tisch nicht als allgemein gültigen Sachverhalt hin – da arbeite ich lieber weiter an GTD und hoffe, dass mir nichts unter den Tisch fällt.

Weiterführendes:

SWR2-Podcast “Sprich mit mir”

SWR2Podcast ab 01-05-2007 “Der Mitarbeiter der Zukunft”

David Allen zu Unterbrechungen

“Zeit”-Artikel zu Unterbrechungen

Teamrollenmodell “Team-Management-Rad”

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