Arbeitsweise leistungsfreudiger Teams
Der SWR2-Podcast beschäftigt sich damit, wie leistungsfreudige Teams arbeiten und sprechen; welche Anforderungen es für Teams gibt? Es wird herausgestellt, warum Teams Zeit, Konflikte, Rollen und eine gewisse Infrastruktur brauchen, damit am Ende eine gute Leistung heraus kommt.
Zitat eines Daimler-Mitarbeiters (aus dem Podcast-Manuskript):
Aufgaben, Rollen, waren nicht sauber definiert. Erwartungen des Umfelds wurden unterschiedlich interpretiert. Kommunikation innerhalb der Gruppe war schwierig. Und mein Hauptaugenmerk lag darauf, aus diesem heterogenen Haufen eine arbeitsfähige Gruppe zu machen.
Anfangs schildern Mitarbeiter großer Firmen, welche Maßnahmen sie als förderlich erachten.
Positiv wurde empfunden:
- gemeinsames morgendliches fünfminütiges Kaffeetrinken am Stehpult
- Chef begrüßt die Mitarbeiter per Handschlag
- derzeitige Struktur des Amtes soll als Boot gezeichnet werden
- Outdoor-Training bei der eine alleine unlösbare Aufgabe gemeinsam gemistert wird
Folgende Rollen kommen in Teams vor (Team-Management-Rad von Margerison-McCann):
- informierter Berater
- kreativer Innovator
- entdeckender Promoter
- auswählender Entwickler
- zielstrebiger Organisator
- systematischer Umsetzer
- kontrollierender Überwacher
- unterstützender Organisator
Teamarbeit ist eine zusätzliche Belastung – oft ist es angenehmer für eine Person, wenn diese ihren Part machen kann und sich aus Einzelarbeiten das Projekt zusammenführt.
Es wird sich am Ende mit der Architektur von Büroräumen beschäftigt. Großräumbüros mit Kreuzungspunkten und Denkkammern werden empfohlen.
Gegen unerwartete Unterbrechungen schützt ein rotes Ampelmännchen und das Schreien über Tische hinweg ist strengstens verboten.
An den Kreuzungspunkten wird alles besprochen, was wichtig ist, aber zu unwichtig um einen Termin zu vereinbaren.
Meine Meinung:
Der Podcast war sehr interessant, das Modell “Team-Management-Rad” kannte ich nicht, aber es lässt mich jetzt in Gruppendiskussionen (noch) toleranter und entspannter sein – eine Erinnerung an die notwendige Rolle an (mich oder) die Gruppe wird bestimmt Verstimmungen lösen. Das kurze Gespräch am Morgen finde ich sehr gut – an meiner letzten Arbeitsstädte gab es das, nach dem Umzug der Firma allerdings nicht und bald darauf fühlten sich die ersten nicht mehr passend integriert. Wir führten eine gemeinsame Pause ein, für einige, diese hatten ihre Büros nahe am Kommunikationskern der Abteilung, war diese dann eher eine zusätzliche Belastung, die sie von deren Arbeit abhielt. Wichtig ist hier wohl, die Balance zu finden und überhaupt ein Verständnis für alle Beteiligten zu schaffen.
Die Unterbrechungen sind ein interessantes Thema – David Allen behauptet, diese sind in Ordnung, wenn die Selbstorganisation passend darauf reagiert; ja, sogar notwendig, denn es wird nicht ohne Grund etwas mitgeteilt.
Da sehe ich die Verbindung zu den Kreuzungspunkten – ihr Vorteil soll darin liegen, dass gerade einfallendes Anfallendes besprochen wird.
Meines Erachtens sollte das nicht vorkommen – denn wenn man sich nicht zufälligerweise über den Weg liefe, würde es ja unter den Tisch fallen – ich nehme das “irgendwas fällt immer unter den Tisch nicht als allgemein gültigen Sachverhalt hin – da arbeite ich lieber weiter an GTD und hoffe, dass mir nichts unter den Tisch fällt.
Weiterführendes:
SWR2Podcast ab 01-05-2007 “Der Mitarbeiter der Zukunft”
David Allen zu Unterbrechungen
“Zeit”-Artikel zu Unterbrechungen